In den letzten sechzig Jahren hat sich die Erforschung der Langlebigkeit von einer theoretischen Idee zu einem strukturierten wissenschaftlichen Gebiet entwickelt, das seine Wurzeln in der Molekularbiologie und Systemphysiologie hat. Sie umspannt die Untersuchung molekularbiologischer Prozesse, der Gesundheit des Gehirns und kognitiver Fähigkeiten, der Hautintegrität, der Stoffwechselfunktionen, des Immunsystems und sogar des emotionalen Wohlbefindens, um die vielfältigen Faktoren zu erforschen, die Menschen ein besseres und längeres Leben ermöglichen. Von den Lebensgewohnheiten der Bewohner der „Blauen Zonen“ bis hin zum Aufkommen von „Biohacking“, Wellness-Technologie und Ernährungsratschlägen zur Unterstützung eines langen Lebens ist die Alternsforschung nicht mehr auf wissenschaftliche Kreise beschränkt. Vielmehr hat sie sich zu einer multidisziplinären Bewegung entwickelt, die von Narrativen im Gesundheitssektor, Medieneinflüssen und der Nachfrage der Verbraucher nach gesünderen und vitaleren Wegen des Alterns gestaltet wird. Langlebigkeit ist sowohl zu einem Pioniergebiet der biologischen Forschung als auch zu einem gesellschaftlichen Ziel geworden.
Unter den vielen Aspekten dieser Entwicklung richtet sich die Aufmerksamkeit insbesondere auf die Haut. Als das größte und am stärksten exponierte Körperorgan trägt sie die sichtbarsten Anzeichen des Alterns und spielt bei den systemischen Alterungsprozessen eine aktive Rolle. Gesunde Haut strahlt sichtbar allgemeines Wohlbefinden aus. Mit dem Wunsch der weltweiten Bevölkerung, länger und gesünder zu leben, steigt auch die Nachfrage nach wirkungsvollen Strategien zur Hautverjüngung mit dem Ziel einer straffen, strahlenden Haut, unabhängig vom Lebensalter. Dieses wachsende Interesse entspringt dem zunehmenden Wunsch, dass die äußerliche Erscheinung die gefühlte Vitalität und längere Lebenserwartung widerspiegelt. Die Entschlüsselung der Langlebigkeit sowohl in biologischer als auch in kosmetischer Hinsicht erfordert daher eine umfassende Untersuchung der Faktoren, die beeinflussen, wie lange und auf welche Weise menschliche Haut ihre funktionale Integrität bewahren kann.