Energieeffiziente Kosmetikherstellung

Der erste Schritt auf dem Weg zur Dekarbonisierung ist die Steigerung der Energieeffizienz. Dazu haben drei Schweizer Kosmetikunternehmen, die Hochschule Luzern (HSLU), die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW), und das Unternehmen Kinematica AG, mit Förderung der SWISS SCC und von EnergieSchweiz, in einem zweijährigen Projekt einen Leitfaden erarbeitet. Daraus entstand eine Handlungsanweisung, die als Dokument in deutscher, englischer und französischer Sprache der interessierten Kosmetikindustrie online zur Verfügung gestellt wird unter Projekte - Swiss SCC (www.swissscc.ch/leistungen/projekte).

Kosmetikprodukte und deren Herstellprozesse sind komplex. Die Autoren haben die langjährige Erfahrung der beteiligten Experten und Expertinnen aufgearbeitet und die Ansätze zur Optimierung des Energieverbrauchs und der Ressourcennutzung in der kosmetischen Produktion übersichtlich in fünf Effizienzkonzepte (EK) sortiert. Einführend wurde ein Verfahren zum sicheren Scale-up bei den kosmetikherstellenden Unternehmen etabliert. Begleitend wurde eine dreistufige Qualitätsprüfung eingesetzt. In den Unternehmen konnten unmittelbar Energieeinsparungen von etwa 30 % erzielt werden. Diese waren ohne Investitionen und zusätzlich mit Produktivitäts- und Kosteneinsparungen verbunden. Die bisher beteiligten Unternehmen haben ihre interne Kommunikation zwischen Entwicklung und Labor umfassend erweitert. SOP enthalten neu zusätzliche Prozessparameter, wie z.B. Scherrate und Energieeintrag. Alle drei beteiligten Unternehmen haben im Rahmen dieses Projektes ihre Nachhaltigkeit in der Produktion deutlich gesteigert und sind auf dem Weg zu einer vollständig CO2-neutralen Produktion.  

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